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Zum Jahresbeschluss

“Vorhersagen sind immer schwierig,
insbesondere, wenn sie die
Zukunft betreffen.”
(Niels Bohr, dän. Physiker)

Wer sich in den letzten Stunden des alten Jahres noch schnell anreichern möchte mit Wissen, das die Welt nicht braucht, der findet hier jede Menge Anregungen.

Impulse für einen besinnlicheren Jahreausklang gibt es in diesem altbekannten Stück.

Alles Gute – Schöne – Wahre für 2007!

 

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Wir sind die kleinen Preise!

UND WER BIST DU?


 

Weihnacht’ in uns

Hochzeit mit dir, Mensch

Zuunterst im
silbernen Wassergrund,
tief unterm Sehn und Verstehn,
ruht schon der Himmel in dir,
Mensch.
Spielt er sein Heilspiel mit dir,
Mensch.
Schliesst er die Hochzeit mit dir,
Mensch.
Zuunterst im Grund.

Zuunterst im
silbernen Wassergrund,
tief unterm Sehn und Verstehn,
kommt der Erzengel zu dir,
Mensch.
Ist Gottes Geburt in dir,
Mensch.
Ist ewige Weihnacht in dir,
Mensch.
Zuunterst im Grund.

Schau in den Wasserspiegel hinein,
Mensch.
Du hast alles in dir:
den Hirten, den König, den Stern
und das Tier.
Hingerissen vom Kind,
deinem herrlichen Herrn,
von dem sie gezogen sind,
wollen sie hinknien in dir,
Mensch,
und wie Maria es anschaun,
zuunterst im Grund.

S. Walter


 

Dimensionen von Denken

Vor ein paar Tagen hatte ich wegen eines Problems, das es mit einem hochbegabten Schüler an einem Gymnasium gab, Kontakt mit dem Klassenlehrer.

Das Gespräch war schwierig: Der Lehrer wollte absolut nicht in Betracht ziehen, dass der Schüler, um den es ging, Probleme mit seinen Noten hatte, nicht, weil er zu schlecht, sondern, weil er “zu gut” war: hochbegabt, frustriert, gelangweilt abgeschaltet hatte und durch die Lerninhalte seiner Klasse nicht mehr zu motivieren war.
Der Schüler lief Gefahr, zu einem hochbegabten Minderleister zu werden, einem Underachiever, wenn es nicht möglich würde, gemeinsam mit der Schule eine Lösung zu entwickeln.

Es stellte sich heraus, dass der Lehrer das übliche Bild von Hochbegabung hatte: Hochbegabte, das seien die, die schnell auswendiglernen, super rechnen und tolle, intelligente Aufsätze schreiben.

Nein!!! Das ist es nicht!!!
Ja, doch, das kann so sein, manchmal ist es tatsächlich so. Aber das ist nicht das, was Hochbegabung ausmacht!

Es geht um eine andere Dimension des Denkens bei Hochbegabten.
Sie sind in der Lage, alte Denk-Konstrukte zu sprengen, weil sie Systeme schnell durchschauen, sofort zum Kern vorstoßen und innovativ weitergehen können. Das ist ja auch der Grund, warum der Routine-Unterricht in der Schule so tödlich ist für sie, warum sie abschalten und innerlich verzweifeln, wenn sie durchschaut haben, wie ein Rechenweg funktioniert, die anderen Schüler aber noch Wochen brauchen, um zu verstehen, worum es überhaupt geht.

Einstein ist nicht der revolutionäre Wissenschaftler des 20. Jahrhunderts geworden, weil er ein bisschen besser rechnen und ein wenig schneller auswendiglernen konnte als andere.
Es geht bei Hochbegabung nicht nur um ein “bisschen Besser”.
Es geht um eine andere Dimensionierung von Denken.
Einstein hat Grenzen überschritten, alte Prinzipien über Bord geworfen, feste Überzeugungen, ja alte Weltbilder, zerstört, Systeme gesprengt….

Was man bei Einstein genial findet, schätzt man allerdings bei einem 12-Jährigen überhaupt nicht, wenn er dem Lehrer nach 5 Minuten Unterricht schon das ganze Ziel seiner kompletten Unterrichtseinheit von 8 Stunden in drei Sätzen zusammengefasst vor die Füße wirft….
Oder wenn ein 7-jähriger Grundschüler bestimmte vorgegebene Rechenregeln partout nicht akzeptieren will, weil sie völlig unökonomisch seien….

Kann ich verstehen, dass Lehrer das nicht mögen.
Aber ist das das Problem des Schülers?

 

Nicht zu bekommen

Manchmal verstehe ich Verlage nicht:

1958 kam zum ersten und einzigen Mal das Buch “Die hohe Lehre – Der Zen-Buddhismus als Grundlage psychologischer Betrachtungenvon Hubert Benoit im O.W.Barth-Verlag heraus.

Es handelt sich dabei um einen spirituellen Klassiker höchsten Ranges, ein ungemein kluges, bereicherndes Buch, das in anderen europäischen Ländern immer wieder in aktuellen Ausgaben zu erhalten ist.

In Deutschland ist das Werk absolut nicht zu bekommen, auch antiquarisch nicht.
Gestern nun ist eine der extrem raren alten Ausgaben für 107,00 Euro! bei Ebay ersteigert worden. Selbst dort gab es in fünf Jahren nur drei Versteigerungen; vor vier Jahren hatte ich Glück – für einen beachtlichen, aber immerhin nicht so hohen Preis… Vorher hatte ich 12 Jahre nach dem Buch gesucht. Mein Exemplar stammte aus einer privaten Bibliotheks- auflösung (Erbschaft). Nur so bekommt man es wohl alle paar Jahre einmal.

Eine Neuauflage wäre sicher sinnvoll. Da es sich um einen absoluten Klassiker handelt, müsste sich das eigentlich für den Verlag auch lohnen, und die Rechte werden sie sicherlich noch haben. Keine Ahnung, warum da keiner auf die Idee kommt… Vor einigen Jahren habe ich dort einmal nachgefragt und nur ein “kein Interesse an einer Neuauflage” als Antwort bekommen. Schade. Sehr sehr schade.

Der Vollständigkeit halber: Heute, am 17.5.2007, ist einmal wieder ein Exemplar des Buches bei Ebay versteigert worden. Diesmal zu einem noch höheren Preis: 136,35 Euro. Schon bemerkenswert.

Eine schöne Geschichte, wie jemand nach langem Suchen dann doch zu seinem Lieblingsbuch, seinem “wichtigsten Buch”, wie er schreibt, der Hohen Lehre, gefunden hat, findet sich übrigens hier.

 

Vorwarnung

Es weihnachtet mächtig, geradezu un-heimlich.

Wie hörte ich eben jemanden scherzhaft fragen:
“Was haben Weihnachten und Politik gemeinsam?”
Die Antwort kam mit einem Augenzwinkern:
“Sie sind beide verlogen.”

Nein, so ist es nicht, die Weih-Nacht ist ein großes Geheimnis – aber es kann so sein, verlogen und verschenkt:
Wenn das Fest rein zur Befriedigung sentimentaler Bedürfnisse benutzt wird, dann hat es einen netten Effekt, der sich aber schon verflüchtigt hat, wenn die Geschenke ausgepackt sind und Kerzen augemacht werden.
Fertig. Aus die Maus.
What you see is what you get. – Nicht weniger, aber auch nicht mehr.

Es gibt keinen Automatismus, der Weihnachten zu einem sinnvollen, persönlichen und wunderbaren Ereignis macht:

Wird Christus tausendmal zu Bethlehem geboren – und nicht in dir, du bleibest noch ewiglich verloren.(Angelus Silesius)

Nur, was IN mir geschieht, hat Relevanz, was das Wesentliche des Festes angeht.

Übrigens: Weihnachten ist immer JETZT!

 

Sic! Und nochmal Dortmund!

Diese Woche ist für Dortmunds pädagogische Landschaft eine wirklich gute, ja außergewöhnliche: zuerst wird die Grundschule „Kleine Kielstraße“ als beste Schule Deutschlands ausgezeichnet und nun – vielleicht nicht ganz so bedeutend – die Städtische Kindertageseinrichtung „Wilde Wiese“ mit dem Labyrinthchen als Kindergarten 2006 der Deutschen Gesellschaft für das hochbegabte Kind.

Das Labyrinthchen wird von der DGhK Rhein-Ruhr in jedem Jahr einem Kindergarten oder einer Kindertagesstätte verliehen als Anerkennung für vorbildliche Leistungen in der individuellen Begabungs- und Begabtenförderung.

Schule und Kindergarten – beiden Institutionen ist gemeinsam, dass sie in einem Vorort einer Ruhrgebiets­großstadt liegen – und zwar durchaus nicht in einem der großbürgerlichen Vorzeigeviertel – und dass viele Kindern dorthin gehen, die einen Migrationshintergrund haben. Das alles ist also kein Hinderungsgrund für ausgezeichnete, ja auszeich­nungs­würdige pädagogische Arbeit.

Gerhard Langemeyer, der Oberbürgermeister Dortmunds, sagte bei der Preis­verleihung an die Grundschule Kielstraße – man kann es gar nicht oft genug zitieren: “Diese Schule nimmt Leistung ernst, fördert individuell, und es herrscht ein Klima tiefster Wertschätzung gegenüber Schülern.”

Das Geheimnis des Erfolges hier und dort ist also der individuelle Umgang mit den Kindern und eine gene­relle Leistungsfreundlichkeit. Das noch größere Geheimnis des Erfolges liegt wohl in dem Wort „Wertschätzung“, „tiefste Wert­schätzung“: Es ist immer leicht, Menschen – Kinder auszugrenzen: Migrantenkindern geht das oft so – und eben auch hoch­begabten.

Die sind ja auch nicht immer einfach: sehr begabt, oft sehr sensi­bel, sehr sehr hartnäckig, verweigern sich manchmal dem allge­meinen Programm, oft den Kleinkinder­spielen, nennen ihn „Baby­kram“ und wollen lernen, wollen alles erkunden, wollen Antworten auf die existentiellen Fragen des Lebens haben, oft weit jenseits dessen, was ihre Altersgenossen aufnehmen und verarbeiten können.

Es liegt dann oft nahe, in der Hektik des Alltags diese Kinder abzu­speisen, in ihrer Eigenart zu ignorieren oder zum Problemfall zu machen, zu stigmatisieren und zu isolieren.

Das Sein hochbegabter Kinder im Kindergarten – und überall – glückt, wenn alles offen ist, wenn die indi­viduelle Art des  – jedes! – Kindes geför­dert und nicht verlangt wird , dass ein Kind in einer pädagogisch vorgegebenen, fest definierten Richtung artig funktionieren muss.

Mit einer flexiblen, individuellen Art, mit den Kindern umzugehen, mit offenen Gruppen, vielen Anreizen unterschiedlichster Art und neigungsorientiertem Arbeiten, ist es gar nicht schwierig, ein generelles, begabungsfreundliches Klima zu schaffen, das letzt­endlich allen Kindern – und nicht nur den besonders begabten – zugute kommt.
Wie heißt es so schön: Bei Flut steigen alle Schiffe!

Das ist es doch eigentlich, was wir uns alle wünschen:
Bega­bungsfreundlichkeit als Selbstverständlichkeit in jedwedem Um­feld, eine offene Atmosphäre, in der jeder seinen Fähigkeiten ge­mäß Förderung und Wertschätzung und Würdigung bekommt – alle Kinder und eben auch besonders begabte.

Es ist wichtig, den Kin­dern ganz selbstverständlich zu vermitteln, dass sie einfach sein dürfen, was sie sind und wie sie sind, damit sie erfahren, dass sie nicht verrückt oder dumm und unzulänglich (viele Hochbegabte glauben das tatsächlich) oder gar ein „Problemfall“ und irgendwie falsch sind, sondern in ihrer Eigen­art angenom­men und in Ordnung.

Ausgerüstet mit einem guten Selbstverständnis werden die Kinder so in die Lage versetzt, ein gutes Identitätsgefühl zu entwickeln, ausgeglichene, selbstbewusste, zufriedene Jugendliche und Erwa­chsene zu werden, denen es dann auch leichter gelingt, ihre außerordentlichen Fähigkeiten in Höchstleistungen umzusetzen. Dies kommt doch letztlich der ganzen Gesellschaft zugute. Wenn unsere Gesellschaft etwas braucht, dann sind es integre, reife, begabte, leistungsstarke, ja vielleicht sogar charismatische Menschen.

Den Boden dafür zu bereiten, ist eine der wichtigsten Aufgaben, die ein Kindergarten hat, denn die entscheidende Phase in der Erzie­hung ist die Zeit vor der Einschulung. Es gibt Psychologen, die sogar behaupten, die Persönlichkeitsentwicklung eines Kindes sei im Prinzip mit sechs Jahren abgeschlossen. Ob das so zutrifft, weiß ich nicht, aber sicher ist: In der Vorschulzeit wird der Grund­stein gelegt für alles Weitere.

Kindergärten, die eine wirklich individuelle Entwicklung der Kinder je nach ihrer Eigenart fördern, leisten damit viel Aufbauarbeit, damit Leben, auch das Leben Hochbegabter, gelingt.

Hochbega­bung ist ein kostbares Geschenk – aber es muss auch wert­geschätzt werden und zur Geltung kommen können und dürfen.


 

Johannes vom Kreuz

Heute ist der Festtag des Kirchenlehrers und großen spanischen Mystikers des 15. Jahrhunderts, des heiligen Johannes vom Kreuz.

Er wird als Patron der Krankenpfleger und, zusammen mit der großen Theresia von Avila, als Reformator des Karmelitenordens gewürdigt.

Was jedoch viel mehr zählt als diese und andere offenliegenden Verdienste, was ihm seine große Bedeutung über jede Zeit hinweg verleiht, ist dies:

Juan de la Cruz war ein großer Liebender.

Sein “Nada! Nada!“: “Das ist es nicht, das ist es nicht, und das ist es auch nicht!” auf dem inneren Weg weist alles zurück, was vorläufig und sinnengebunden ist, nicht Gott selbst in ihm, nicht jener innerste Punkt in ihm, in dem Selbstfindung und Gottfindung in eins fallen. Alles in ihm, was nicht Gott ist, ist ihm zu gering, zu unerfüllt, zu ungenügend.

Die Kontinente außen sind alle erforscht; es gibt dort kaum mehr einen weißen Fleck.
Anders sieht es aus mit der Erforschung des inneren Universums. Immer noch unbekanntes Land, unendlich in seinen Dimensionen, sind es Menschen wie Juan de la Cruz oder Meister Eckehart, die dort Spuren gelegt haben, denen entlang man den eigenen Weg wagen kann.
Die Wegweisungen auf dem inneren Weg der Liebe zu Gott des Johannes vom Kreuz sind zwar zeitgebunden in der Art ihrer Sprache, doch haben seine ins Wort gebrachten Erfahrungen Bestand bis heute hin und sind aktuelle, zuverlässige Leuchtspuren auf dem schwierigen inneren Weg.

Berühmt geworden sind seine Beschreibungen der “Nächte”, durch die man gehen muss, um zu einer wesenhaften Vereinigung mit Gott zu gelangen. Die “Nacht der Sinne ” und – härter noch – die “Nacht des Geistes” sind innere Wüstenwanderungen mit der Erfahrung von schlimmster Trockenheit, Verlassenheit, Sinnlosigkeit.
Es ist dann auch in der tiefsten inneren Nacht, in der, oft völlig unerwartet, das Licht der Einen Liebe aufscheint – so wie sich auch das Weihnachtsereignis, das Fest der Geburt des Einen Kindes, mitten in tiefster Nacht ereignet.

Die wesenhafte Verwandlung in Gott durch Liebe lässt Juan de la Cruz aus lebendigster Erfahrung heraus sagen: “Die Seele ist nicht Gott, weil sie sich nicht in diesen als solchen verwandeln kann; aber so mit ihm vereint und in ihn hineingezogen, wird sie Gott durch Teilhabe.

Seine Herzenshingabe läßt ihn im Finden dessen, den er einzig liebt und der in ihm die Liebe selbst ist, jubeln:
“Mein sind die Himmel und mein ist die Erde; mein sind die Völker, die Gerechten sind mein, und mein sind die Sünder; die Engel sind mein und die Mutter Gottes ist mein und alle Dinge sind mein, und Gott selbst ist mein und für mich, denn Christus ist mein und für mich. Was ersehnst und suchst du also noch, meine Seele? Dein ist all dies, und alles ist für dich.
Nicht gegnüge dich mit Geringerem; hasche nicht nach den Brosamen, die von deines Vaters Tische fallen. Auf, und frohlocke über deine Herrlichkeit, verbirg dich darin und frohlocke; und erlangen wirst du, was dein Herz erfleht.”

 

Es ist überall möglich!

Deutschlands beste Schule liegt im “Nordviertel” Dortmunds. Es ist die Grundschule “Kleine Kielstraße”. 83% der Schüler dort weisen einen Migrationshintergrund auf.

Es ist überall möglich – und das Geheimnis des Erfolges heißt, wie nicht anders zu erwarten: Individualisierung von Unterricht. Ausnahmslos alle Kinder profitieren davon.

Das noch größere Geheimnis des Erfolges: Wertschätzung. Was für ein schönes Wort, was für eine wunderbare Haltung anderen Menschen gegenüber. Eigentlich eine menschliche Selbstverständlichkeit.
Eigentlich.

Gisela Schultebraucks-Burgkart, Leiterin der Grundschule Kleine Kielstraße “Ich freue mich für die exzellente Arbeit in der Nordstadt. Das ist ein schwieriges Umfeld, und das zeigt für mich, dass Qualität von Schule nicht abhängt vom Umfeld, sondern vom Engagement der Lehrerinnen und Lehrer.”

Gerhard Langemeyer, Oberbürgermeister “Diese Schule bekommt hin, was alle fordern: Kein Kind darf zurückbleiben, auch nicht das mit den größten Defiziten. Diese Schule nimmt Leistung ernst, fördert individuell, und es herrscht ein Klima tiefster Wertschätzung gegenüber Schülern.”

Und das geht überall!

 

Ohne Geld und Aufwand

Es wird von Institutionen wie Schulen und Kindergärten oft gestöhnt, man würde doch gerne mehr anbieten an Förderreizen für die Kinder, doch das Geld, doch das Geld….

Zu vielen Dingen braucht man das aber gar nicht, um eine begabungsfreundliche Umgebung zu schaffen, die letztendlich nicht nur hochbegabten, sondern allen Kindern dient.

Ein Beispiel:
Die Räume der KiTa “Unter den Weiden” in Kempen, vor zwei Jahren von der DGhK Rhein-Ruhr ausgezeichnet als begabungsfreundlicher Kindergarten des Jahres 2004, befinden sich auf zwei Etagen. Dazwischen eine Treppe, ein Absatz, noch eine Treppe – insgesamt wohl an die 16 schönen, breite Stufen.
Die Mitarbeiterinnen der KiTa sind auf die genial einfache Idee gekommen, jede Stufe aufsteigend mit Farbe durchzunummerieren, halt von 1 bis 16.
Es ist unglaublich, was auf dieser Treppe zu beobachten ist: Kinder jeden KiTa-Alters tummeln sich dort allein oder in Grüppchen und erleben ihre mathematischen Abenteuer – ganz ohne Hilfe, ganz ohne Erklärung. Sie zählen, steigen auf und ab, addieren, subtrahieren, lernen einfach im “Schreiten” das zehner-überschreitende Rechnen – es ist eine Wonne!
Das Um-Gehen mit Zahlen geht diesen Kindern, unabhängig von ihrer Begabung, in Fleisch und Blut über – einfach im Gehen, Hüpfen, Rutschen, Springen.

Der finanzielle Einsatz ist letztlich nicht entscheidend:
eine begabungsfreundliche Atmosphäre will gewollt sein – alles andere ist oft eine Frage der Idee.

 

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