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Kollektive Intelligenz im Primzahlenrhythmus

Der Mensch die Krone der Schöpfung? Es scheint Wesen zu geben, die intelligenter dabei vorgehen, auf Dauer ihr Überleben zu sichern …
Man lese in der SZ: 17 Jahre im Untergrund.

 

Intelligenz – Vererbung, Fleiß und Chancengerechtigkeit

Ganz unabhängig von der Frage der Intelligenz hat die Frage nach einem “guten Leben” schon immer die Menschheit beschäftigt.

In dem Artikel Mehr als die halbe Intelligenz ist vererbt der Salzburger Nachrichten kann man Dinge lesen über Vererbung, Ausdauer, den Unsinn des Frühförderwahns, Chancengerechtigkeit – und diesen Satz, so wahr, so wahr:

“Es gibt viele Wege, ein gutes Leben zu führen.”

 

Ist mein Kind hochbegabt?

Auf dem Portal Starke Väter des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen gibt es einen anschaulichen Basisartikel zur Hochbegabung bei Kindern. Er enthält praxisnahe Hinweise und Hilfen, die Väter (und nicht nur diese) dabei unterstützen können, zu erkennen, ob bei ihrer Tochter oder ihrem Sohn möglicherweise eine Hochbegabung vorliegt:

Ist mein Kind vielleicht hochbegabt?

”’Da hochbegabte Kinder vielfach an anderen Dingen interessiert sind und andere Fragen stellen, ist es möglich, dass sie von Gleichaltrigen weniger akzeptiert und als ‚anders’ ausgegrenzt werden’, berichtet Madeleine Majunke. ‘Das kann sich negativ auf das Selbstwertgefühl der Kinder auswirken, die ‚anders’ meist mit ‚nicht richtig’ gleichsetzen.’ Auch von Erwachsenen, die manchmal die Kluft zwischen intellektuellem Verständnis und kindlichem Verhalten befremdlich finden, ernten begabte Kinder unter Umständen ebenfalls negative Kommentare. Zuhause klagen die Mädchen und Jungen oft darüber, dass ihnen in der Kita oder Schule langweilig sei.”

Der Artikel ist entstanden unter maßgeblicher Mitwirkung von Madeleine Majunke, Bundesvorstandsmitglied für Öffentlichkeitsarbeit der DGhK (Deutsche Gesellschaft für das hochbegabte Kind).

 

Hochbegabte/kreative Frauen und Mütter – und das Leben …

Interessante Hinweise über die “besonderen Herausforderungen hochbegabter und kreativer Mütter” verdanke ich einem Blogartikel von Nathalie Bromberger (weitere Blogs: www.kreative-geister.de, www.begabungswerkstatt.de):

Der dort erwähnte Artikel von Belinda Seiger The Special Challenges of Highly Intelligent and Talented Women Who Are Moms ist absolut lesenswert.

Berührend in diesem Zusammenhang fand ich auch den ebenfalls im Blogbeitrag von Nathalie erwähnten langen Trailer zum Film Lost In Living, der Lust auf mehr macht.

Hier noch einmal auch Büchertipps für Erwachsene, die z. T. spät von ihrer Hochbegabung erfahren haben:
Manon Garcia: Sind Sie noch Katze oder schon Hund?: Hochbegabung nach dem Testergebnis
Andrea Brackmann: Ganz normal hochbegabt: Leben als hochbegabter Erwachsener
Catharina Fietze: Kluge Mädchen. Frauen entdecken ihre Hochbegabung

 

Hilfe bei der Stipendiensuche

Mit der gemeinnützigen und mehrfach ausgezeichneten Stipendiensuchmaschine myStipendium.de möchten wir – die Initiative für transparente Studienförderung – den Zugang zur Stipendien- und Auslandsstipendienlandschaft für alle Schüler, Studierenden und Promovierenden vereinfachen und Hilfestellung bei der Bewerbung um ein Stipendium bieten. Innerhalb von zwei Jahren konnten wir die Unterstützung von 346 Hochschulen und 35 prominenten Fürsprechern wie bspw. der derzeitigen Bildungsministerin Frau Prof. Dr. Wanka gewinnen.

myStipendium ermöglicht jedem (angehenden) Studierenden und Promovierenden kostenlos in wenigen Minuten eine Übersicht passender Fördermöglichkeiten zu erhalten. Mittels eines Matching-Algorithmus ermitteln wir auf Basis eines umfangreichen, 34 Kriterien umfassenden Nutzerprofils Stipendienempfehlungen, die auf den individuellen Lebenslauf des Nutzers passen. Indem wir jedem Nutzer nur ca. 15 Stipendienempfehlungen aus über 1.200 hinterlegten Stipendien präsentieren, können wir so die durchschnittliche Recherchezeit deutlich abkürzen. 

Unser Projekt wurde mehrfach ausgezeichnet, u. a. als Ausgewählter Ort 2012 im Land-der-Ideen-Wettbewerb unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und als Hochschulperle des Jahres 2012 durch den Stifterverband für die deutsche Wissenschaft. …

Weitere Informationen zu myStipendium und der Initiative für transparente Studienförderung finden Sie auf www.myStipendium.de bzw. www.transparente-studienfoerderung.de

Mit den besten Grüßen
Mira Maier
ItS Initiative für transparente Studienförderung gemeinnützige UG (haftungsbeschränkt),
Geschäftsführerin

(aus einem Brief an die DGhK)

 

Hochbegabte Erwachsene: Von wegen Selbstläufer

Einen interessanten Artikel über hochbegabte Erwachsene und einen exemplarisch geschilderten Lebenslauf findet man auf dem Portal der FAZ:
Hochbegabung und Karriere – Erwachsene Wunderkinder

Spannend und aussagekräftig in seiner traurigen “Normalität” und seinem deprimierend häufigen Vorkommen finde ich – auch im Zusammenhang mit meinem letzten Blogbeitrag Diagnose DumbDown – das im FAZ-Artikel beschriebene Lehrerverhalten mit seinen Folgen:

“Christoph Wimmer erinnert sich gut daran, wie ihn die Lehrer auf dem Gymnasium ermahnten, weil er immer aus der Reihe fiel: ‘Christoph, du bist zwar nicht dumm, aber verhalte dich so wie alle anderen.’ Als seine Noten stetig schlechter wurden, wechselte er auf die Realschule. Dort war er ein Außenseiter. Wimmer suchte sich einen anderen Weg, um Aufmerksamkeit zu bekommen: Aus dem interessierten, aufgeweckten Kind wurde der Klassenclown. Die Lehrer kamen nicht mehr mit ihm zurecht, ein Jahr musste er wiederholen, dann reichte es ihm. Nur mit einem Hauptschulabschluss, wenn auch einem sehr guten, verließ er die Schule”

Man lasse sich diesen Satz auf der Zunge zergehen: “Christoph, du bist zwar nicht dumm, aber verhalte dich so wie alle anderen.“

Man projiziere diese Aussage mal auf den Sport:
“Christoph, du schießt zwar tolle Tore, aber lass das bitte bleiben wie alle anderen auch!”
“Christoph, du bist zwar ein toller Skiabfahrtsläufer, aber fahr mal bitte so langsam wie die anderen!”
“Christoph, du bist zwar toll im Weitsprung, aber spring gefälligst nur so weit wie alle anderen!”
“Christoph, du bist zwar der King der Formel 1, aber pass Dich gefälligst allen anderen an!”
“Christoph, du könntest im Schwimmen zwar eine Medaille gewinnen, aber halte Dich wie die anderen gefälligst zurück!”
”Christoph, hör’ gefälligst auf, so gut Tennis zu spielen, spiel’ wie alle anderen!”

Yeah!!!!!!!!!!

 

Boreout und Diagnose DumbDown

Und wieder ist es Gunter Dueck in seinem Daily Dueck gelungen, die Dinge auf den Punkt zu bringen: Boreout – Unterforderung im Unterricht (und im Beruf).

Diagnose DumbDown – der unterforderte Schüler (Daily Dueck 188, März 2013)

Ich könnte den ganzen Artikel zitieren, was ich natürlich nicht darf. Deswegen meine Empfehlung: Lesen, lesen, lesen!

Ganz kann ich mir ein Zitat aber doch nicht verkneifen:

“Stellen Sie sich einen Gymnasiallehrer mit einem IQ von 110 vor, dessen Schüler nur auf einen IQ von 80 kommt. Da wirkt der Schüler auf den Lehrer so etwas wie „unterbelichtet“. Wenn ich dem Lehrer nun die Aufgabe erteile, diesen Schüler zum Abitur zu führen, so wird er sich weigern, weil der Schüler von seiner Begabung her das Niveau des Abiturs einfach nie erreichen wird, auch nicht nach hundert Jahren Lernanstrengung. Der Lehrer versteht, dass ein so niedriger IQ einfach QUALITATIV nicht ausreicht, um Abituraufgaben jemals zu meistern. Diesen qualitativen Unterschied habe ich mit Lehrern öfter diskutiert. Sie stimmen zu – wie jeder andere und Sie auch.
Dann fragte ich die Gymnasiallehrer („einen mit IQ 110“), wie sie sich nun die Zusammenarbeit mit einem hochbegabten Schüler vorstellen, der zum Beispiel einen IQ von 140 hat. Ist es dann nicht so, dass jemand mit IQ 140 einen anderen mit IQ 110 für entsprechend „unterbelichtet“ hält? Huuh, da bäumen sich die Lehrer auf! Sie behaupten nun, dass eine höhere Intelligenz als ihre eigene nur QUANTITATIV besser ist – Schüler mit IQ 140 lernen schneller und auch mehr Stoff. Die Lehrer bestreiten aber, dass es geistige Höhen gibt, die der Hochbegabte erklimmen kann, die ihnen selbst aber selbst nach hundert Jahren des Lernens prinzipiell verschlossen bleiben müssen.
So kommt es zum Drama des Hochbegabten: Er stellt im Unterricht Fragen, die für den Lehrer irgendwie zu weit gehen. „Das schweift ab“, sagt er oder er gibt falsche Antworten, die der Hochbegabte irgendwie unbefriedigend findet – er fragt weiter nach und bohrt. Der Lehrer kann die Fragen wegen des Intelligenzunterschiedes nicht wirklich verstehen und windet sich heraus. Der Schüler ist enttäuscht und auch heimlich ärgerlich. Er denkt nach und findet immer mehr Ungereimtheiten, die aber nie zufriedenstellend aufgelöst werden. Leider ist der Lehrer für ihn eine große Autorität. Er nimmt an, dass der Lehrer klüger ist als er. Lehrer wissen alles! Warum antwortet dann der Lehrer nicht besser? Der Lehrer selbst denkt auch, dass er mindestens so intelligent ist wie der Schüler und versteht das Problem nicht. Nach und nach geraten sie in argumentative Kämpfe, die sich nie auflösen. Da reagiert der Lehrer mit Mahnungen und der Schüler mit Protest. Zum Schluss wird der Schüler (auch von anderen Schülern) als störend empfunden und „in die Ecke gestellt“, er ist ja nun sozial auffällig geworden.”

Brillant und voll aus dem Leben!

Tier müsste man übrigens sein: Eben habe ich einen alten Blogbeitrag wiedergefunden, in dem es um die Förderung der natürlichen Instinkte und der Intelligenz gelangweilter Zootiere geht. Im Münsteraner Allwetterzoo sorgt man sich diesbezüglich sogar um Vögel und Fische und gönnt ihnen ein körperliches und geistiges Fitnessprogramm. Toll, nicht?!

 

Kinder-Unis in der Türkei

In der Türkei gibt es deutliche Entwicklungen in Sachen Förderung hochbegabter Kinder.
Man lese hier und hier.

 

Studie: Regulärer Unterricht bremst Hochbegabte

Wer hätte das gedacht … (Vorsicht: Ironie)

Wer das aber immer schon vermutet hat, dass hochbegabte Schüler im normalen Unterricht ihr Potenzial nicht einsetzen und nutzen können und das zumeist auch gar nicht erwünscht ist, den bestätigt jetzt eine Studie der Universitäten Würzburg, Trier und Erlangen-Nürnberg.

PULSS: „Projekt für die Untersuchung des Lernens in der Sekundarstufe“ lautet der exakte Titel der Studie. Daran beteiligt waren Prof. Franzis Preckel (Universität Trier) und Prof. Albert Ziegler (Universität Erlangen-Nürnberg). Koordiniert wurde die Studie von Prof. Wolfgang Schneider und PD Dr. Eva Stumpf von der Begabungspsychologischen Beratungsstelle der Universität Würzburg.
Ohne hier Einzelheiten zu zitieren, verweise ich gleich auf die Quellen:

http://www.welt.de/print/die_welt/finanzen/article114280570/Hochbegabte-bleiben-zurueck.html

http://www.uni-wuerzburg.de/sonstiges/meldungen/single/artikel/gute-noten-2/

http://www.i4.psychologie.uni-wuerzburg.de/forschung/laufende_projekte/pulss_projekt_fuer_die_untersuchung_des_lernens_in_der_sekundarstufe/

http://www.uni-trier.de/index.php?id=7819

Schön, dass es jetzt so eine Studie gibt.
Nur: Was nützt es in dem Zusammenhang, Recht zu haben … (Vorsicht: Pessimismus)

 

Die DGhK auf der didacta in Köln – und ein Überraschungsgast

In diesem Jahr fand die didacta, die weltweit größte Bildungsmesse mit ca. 800 Ausstellern aus 15 Ländern und einem anspruchsvollen Vortragsprogramm, vom 19. – 23. Februar 2013 in den Kölner Messehallen statt – und die DGhK (Deutsche Gesellschaft für das hochbegabte Kind) war, wie seit vielen Jahren, auch diesmal wieder dabei.

Für mich selbst war es allerdings eine Premiere, mit anderen ehrenamtlichen Beratern der DGhK aus ganz Deutschland den Stand der DGhK zu betreuen – eine spannende Angelegenheit!

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Wir hatten in diesem Jahr mit unserem Stand – traditionellerweise neben dem Stand von Mensa, der Hochbegabtenorganisation für Erwachsene – einen ziemlich ungünstigen Platz in einer Halle, in die wir thematisch nicht wirklich passten. Trotzdem war der Zulauf von Erziehern, Lehrern, Direktoren, Psychologen und Pädagogen aller Fachrichtungen sehr zufriedenstellend. Viele von ihnen suchten uns ganz zielgerichtet auf, weil sie konkrete Fragen hatten, und so kann man durchaus sagen, dass fast alle Gespräche, die geführt wurden, sehr konkret, intensiv und konstruktiv waren.

Deutlich wurde auch, dass die Kompetenz und das Beratungsangebot der DGhK mittlerweile sehr geschätzt werden, was in früheren Jahren durchaus nicht immer der Fall war. Deutlich an der Zahl und der Dringlichkeit vieler Anfragen wurde allerdings auch, dass die DGhK noch längst nicht überflüssig ist: Die Hochbegabung von Kindern ist noch immer ein Thema, das im konkreten Lebensalltag in Familie, KiTa und Schule mit vielen Fragen und z. T. auch Problemen behaftet ist.

Am letzten Tag der didacta hatten wir dann noch einen Überraschungsgast am Stand:
Dr. Dr. Gerd Mittring (neunfacher Weltmeister im Kopfrechnen) besuchte uns für mehr als einen Kaffee und unterhielt sich angeregt u.a. mit der Präsidentin der DGhK, Manuela-Angelika Mahn (links im Bild), und Madeleine Majunke, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit im Bundesvorstand.

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Das Fazit nach der didacta 2013 Köln kann nur lauten: Nächstes Jahr wieder!
Auf Wiedersehen bei der didacta 2014 in Stuttgart …